1.000 Stunden Online & Social Media Marketing

Freitag, 14. Oktober 2011 - 16:40 Uhr

So, Jubiläum diese Woche: 1.000 Stunden Online & Social Media Marketing Unterricht. Was 2007 an der Hochschule für Wirtschaft und Recht begann und im Februar 2009 an der Business Trends Academy an Fahrt gewann, führte nun, mit einem Abstecher an die Fachhochschule Potsdam und einigen selbstorganisierten Seminaren zum Erreichen der magischen Grenze von 1.000 Stunden Unterricht – und ich meine keine Unterrichtseinheiten, gerne als UEs bezeichnet, sondern Zeitstunden icon smile 1.000 Stunden Online & Social Media Marketing

Mein Dank für die schönen Stunden, guten Erfahrungen und super netten Leute, die ich in dieser Zeit kennengelernt habe, gilt allen Teilnehmern. Wären die Teilnehmer nicht so begeistert, freundlich & auch manchmal nachsichtig gewesen, hätte ich das Jubiläum nie erreicht. Danke euch allen!!!

Ein schönes Wochenende euch,
Dietmar

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Seminar PR 2.0 – Öffentlichkeitsarbeit für kleine Firmen am 20.08.

Dienstag, 16. August 2011 - 18:44 Uhr

Liebe Leser,

da wir kurzfristig eine große Nachfrage nach dem PR 2.0-Seminar haben, hier noch einmal die Infos zum Seminar:

Pr 2.0 Seminar am Sonnabend: 8 Stunden, 40 Euro

Worum es geht:
Die Öffentlichkeitsarbeit steht im 21. Jahrhundert vor neuen Herausforderungen. Wie muss PR das Web nutzen, um ihre Botschaften weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

  • PR 2.0
  • Pressedienste im Internet
  • Schreiben für das Web

Die Dozentin

  • Cornelia Wolter [Xing], Spezialist für Online PR & Redaktion

Die Kosten des Seminars belaufen sich auf 40,- Euro, die Mindesteilnehmerzahl ist 7.

Hier geht es zur Anmeldung

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Gowalla – ein Kurztest mit anschließender Deinstallation

Dienstag, 9. August 2011 - 11:59 Uhr

Gowalla Gowalla   ein Kurztest mit anschließender DeinstallationSo, als totaler Foursquare-Addict dachte ich mir nun, teste ich doch mal Gowalla aus. Schnell auf meinem Win7-Smartphone installiert (ja, es gab schon eine App!) und dann mal los.

Der Gowalla-Anmeldeprozess

Der Anmeldeprozess ist denkbar einfach und komfortabel, man kann schon loslegen, ohne die Email bestätigt zu haben, das ist gut gelungen. Das Menü ist übersichtlich gestaltet und passt sich intuitiv ins Win7-Design ein. Leider kann ich Facebook nur von der Webseite Gowalla.com nach Freunden durchsuchen lassen, das geht nicht mobil. Aber immerhin: ich kenne 3 andere Leute, die Gowalla noch nutzen, das ist nicht gerade viel icon wink Gowalla   ein Kurztest mit anschließender Deinstallation

Der erste Check-in

Nun also einen Check-In vornehmen. Sitze im Cafe Chagall hinter der Humboldt-Uni – bei Foursquare bin ich hier der Bürgermeister – und das will ich auch bei Gowalla werden. Und da fangen sie an, die Probleme: wo bin ich? Gowalla schlägt mir die “Streuobstwiese Schönhagen” vor. Ok, also Ort ändern. Die Streuobstwiese ist mit 38,1 Kilometer Entfernung die nächste Location, alle anderen Vorschläge sind noch weiter entfernt!!! Das ist enttäuschend, so kann man nicht arbeiten.

Also Cafe Chagall (und auch Cafe C) gesucht, gibt es nicht. Testhalber mal Humboldt gesucht, sollte doch die Humboldt-Universität ausspucken. Findet er auch nicht.

Fazit

Nun ja, das war’s, ByeBye Gowalla, Bewertung: nicht zu empfehlen.

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Eigene Short-URL über Bit.ly einrichten – NewRules.de zu nrul.es

Freitag, 29. Juli 2011 - 12:14 Uhr

Mit einer gewissen Vorlaufzeit habe ich das Vorhaben nun endlich umgesetzt: es gibt jetzt eine eigene Kurz-URL von NewRules.de, nrul.es!

Warum eine Kurz-URL?

URL-Shortener haben drei grundsätzliche Funktionen:

  1. Platz sparen: auf Twitter darf eine Nachricht nur 140 Zeichen haben. URLs sind oft deutlich länger. Deshalb erzeugt ein URL-Shortener eine kurze Domain, die eine Weiterleitung auf die Original-URL enthält. So wird aus http://www.newrules.de/facebook-vs-google/ die kurze Domain http://nrul.es/qcGfEf . Damit sparen wir 23 Zeichen, die statt für die URL für die Twitternachricht zur Verfügung stehen.
  2. Statistik: Jeder Klick auf den Link, den wir mit dem URL-Shortener kürzen, wird gezählt. Somit können wir sehen, wie erfolgreich unser Post war.
  3. Einfaches Abschreiben: Eine URL kann lang sein, möglichst noch zufallsgenerierte Zeichen und Zahlen enthalten. Druckt man diese URL beispielsweise in einer Powerpoint ab, schleichen sich beim späteren Abschreiben oft Fehler ein. Eine gekürzte URL ist leichter abzuschreiben. Da sich diese Kurz-URLs meist auch anpassen lassen, wird unsere URL des Artikels über Google+ versus Facebook http://nrul.es/qcGfEf dann http://nrul.es/Gplus_vs_FB

Kurz-URLs gibt es von verschiedenen Anbietern, TinyURL.com, Goo.gl von Google, ow.ly von Hootsuite. Mit am bekanntesten ist Bitly, basierend auf dem Domainnamen http://bit.ly.

Bit.ly Professional

Wenn man sich registriert, bietet Bitly einen Professional-Service an, über den man seine eigene Domain als URL-Shortener nutzen kann, also nicht mehr bit.ly, sondern z.B. eben nrul.es. Dieser Service ist – noch – kostenlos.
Hier habe ich meine nrul.es angemeldet. Eigentlich eine spanische Domain, aber mir herzlich egal icon wink Eigene Short URL über Bit.ly einrichten   NewRules.de zu nrul.es Die Domain habe ich der Einfachheit halber bei der Domain-Offensive registriert, einen preiswerten Service zur Verwaltung von Domains, der einem aber erlaubt, die DNS-Adresse von Bitly einzugeben (hier die Anleitung von Bitly).

Warum eine eigene Kurz-URL?

Simpel, das ist gut für’s Branding. Die großen, z.B. Washington Post (Wapo.st), Techcrunch (tcrn.ch),  Mashable (mash.to), New York Times (ntim.es) etc. machen es auch.
Und nun gehören wir auch dazu icon biggrin Eigene Short URL über Bit.ly einrichten   NewRules.de zu nrul.es

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Facebook vs. Google+

Sonntag, 10. Juli 2011 - 9:03 Uhr

Knopf Positives Feedback 119 Facebook vs. Google+Alle reden über Google+: ist das neue Netzwerk ein Konkurrent zu Facebook oder doch eher zu Twitter? Ist Facebook das neue MySpace oder StudiVZ, der nächste Verlierer? Ist Google+ ein Rohrkrepierer (angedeutet z.B. in  BRO Study Online – via @wds7)? Oder werden beide Netzwerke parallel weiter existieren, da wir reif sind für mehrere Netzwerke (Sascha Lobo)?

Was ist wichtig für das Überleben eines Netzwerks?
Vieles ist wichtig für ein Netzwerk:

  • die Wahrnehmung nach außen,
  • die Funktionen,
  • der Datenschutz,
  • die Einbindung in die mobile Internetwelt,
  • Nützliche Anwendungen etc.

Viele dieser Faktoren spielen eine Rolle. Im Endeffekt aber hat kein einzelner dieser Faktoren den sterbenden Netzwerken geholfen. MySpace ist das beste Netzwerk für Musik, die Musiker haben auf Facebook lange nicht so gute Möglichkeiten. Trotzdem sind sie bei Facebook.
StudiVZ hatte zwar am Anfang Datenschutzprobleme und den einen oder anderen Skandal, ist nun aber beim seriösen Holzbrinkverlag und zudem noch in Deutschland, das sollte doch mehr Vertrauen einflößen – abgesehen sind die Diskussionsfunktionen in den VZ-Netzwerken um einiges besser als in Facebook.
Und so ist es mit jedem einzelnen der obigen Punkte: sie allein halten keine Nutzer im Netzwerk.

Netzwerkeffekte
Was allerdings das wichtigste ist – und das lässt sich nicht direkt beeinflussen, ist die Menge der Nutzer. Netzwerke funktionieren mit positivem Feedback: je mehr Mitglieder desto besser, je weniger Mitglieder desto schlechter. Die Qualität der Nutzer spielt auch eine Rolle, die lassen wir in der Betrachtung aber mal außer acht.

Selbsterfüllende Prophezeiung
Da die Anzahl der Nutzer das entscheidende Moment für den Erfolg ist, geht es darum, eine selbsterfüllende Prophezeiung zu schaffen: wenn ihr heute zu uns – Google+ – wechselt, seid ihr morgen besser ‘dran. Bleibt ihr in eurem Netz – Facebook in diesem Fall – geht es euch schlechter, da eure Freunde nicht mehr im Haus sind.
Es geht also in der Essenz darum, Erwartungen zu schaffen und diese zu managen. Dass Google das kann, haben sie bisher bewiesen. Wenn man die Tweets zum Thema beobachtet, stellt man ganz schnell fest, dass momentan deutlich mehr über Google+ getwittert wird als über Facebook. Das hat sicherlich auch etwas mit dem Neuigkeitswert von Google+ zu tun, allerdings auch mit der geschickten Anmelde- und Einladungspolitik zu Google+: ein Hauch von VIP-Area, aber eigentlich völlig offen. Gutes Erwartungsmanagement.

Schnelles Wachstum
Schauen wir uns allerdings an, wie schnell der Plus-1-Button (Googles Like-Button) in Webseiten eingebunden wird, sehen wir, dass er zwar Twitter schon überholt hat, der Like-Button von Facebook bei seiner Einführung aber deutlich schneller um sich griff.

Was sagt uns das?
Google+ ist auf einem guten Weg, kämpft allerdings noch immer bergauf. Verschiedene Szenarien könnten sich ergeben:

  1. Es ist genug Platz für alle da: Google+ und Facebook können nebeneinander existieren, da die Netzwelt reif ist für noch mehr Netzwerke. Das finde ich ehrlich gesagt problematisch. Ich bin momentan aktiv bei Facebook, Xing und Twitter. LinkedIn steht eigentlich noch auf meiner Liste, andererseits nutze ich nicht mal Xing richtig. Natürlich habe ich mich bei Google+ angemeldet, nur passiert da gerade nix. Werde ich aktiver GooglePlusser? Ich bin mir nicht sicher – abgesehen davon will ich Google nicht noch mehr Daten zur Verfügung stellen…
  2. Eins der Netzwerke gewinnt: ich würde da auf Facebook wetten. Allerdings wette ich nicht gerne. Und Google hat viel Geld & eine gute Infrastruktur, gepaart mit einem ausgeprägten Platzhirschdenken und einer starken Existenzangst. Das Rennen ist noch offen. Wenn ich Google wäre, würde ich meine Gewinnwahrscheinlichkeit erhöhen, indem ich mehr Netzwerke aufkaufe. Thematisch würden sich wohl Businessnetzwerke anbieten (Xing vor allem) oder aber eine Fusion von Googles Orkut auf Google+.
  3. Die Bedrohung aus der OpenSource-Ecke: noch in weiter Ferne, aber durchaus real ist die Bedrohung durch OpenSource-Social-Networks wie Diaspora. Ob Diaspora selbst der Killer für Facebook/Google+ ist, weiß ich nicht. Aber wenn nicht Diaspora, dann ein anderes Netzwerk. Und an die Killerkraft von OpenSource glaube ich uneingeschränkt. Allerdings ist diese Bedrohung noch so weit entfernt, dass wir darüber erst in 5 Jahren weiterdiskutieren müssen.

Also: haltet die Augen offen, achtet auf die Netzwerkeffekte icon smile Facebook vs. Google+

PS: Danke an Natascha Ljubic für gleich zwei inspirierende Tweets!

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Wikis revolutionieren Italiens Politik

Sonntag, 5. Juni 2011 - 9:54 Uhr

Pnyx1 Wikis revolutionieren Italiens Politik

Interview mit Beppe Grillo
Wie ich gerade in der taz gelesen habe, verlässt sich die von Beppe Grillo gegründete MoVimento cinque Stelle (Fünf-Sterne-Bewegung), die die Politik in Italien aufgerollt hat, zur Meinungsbildung auf ein Wikis.

Für alle, die nicht wissen, was Wikis sind: Wikipedia zu einem Thema. Jeder kann einen Artikel anlegen und jeder andere kann ihn ändern und weiterentwickeln.

Mehr Bürgerbeteiligung durch Social Media
Nun habe ich mich gefragt – philosophischer Sonntagmorgen – ob dies der nächste Schritt ist. Und in der Sache ist meine Antwort: wäre schön, hin zu mehr Bürgerbeteiligung. Die Praxis sehe ich allerdings deutlich problematischer. Denn wie wir aus diversen Social Media-Aktivitäten wissen (z.B. dem Ändern eines Wikipedia-Artikels), beteiligen sich ganz wenige Aktive überproportional, die Mehrheit bleibt passiv. Also auch hier haben wir keine gleichberechtigte Demokratie. Diese ist wohl nur vorstellbar, wenn jeder Aktive Geld für seine demokratische Beteiligung bekommt, ähnlich der Athenischen Demokratie – der Alt-Athenischen…

Reformdruck
Aber wir haben mit den Social Media-Tools neue Möglichkeiten die demokratische Entscheidungsfindung zu verbessern. Oder doch nicht? Die Besonderheit in Italien – langjährige Regierung Berlusconis – erzeugt einen Reformdruck, der genügend Leute aktiviert und sie in’s politische Leben treibt.

Die Piratenpartei hingegen hat ein hervorragendes Tool zur Meinungsbildung, Liquid Feedback (besser zur Meinungsfindung geeignet als jedes Wiki), durch das schnell und demokratisch Entscheidungen und Meinungsfindungen stattfinden können könnten. Problem nur, dass der in Italien vorhandene Reformdruck fehlt. Und was machen Menschen mit zu viel freier Energie? Sich in Personaldebatten begeben, nicht Sach- sondern Personalpolitik.

Strukturen haben auch Vorteile
Ein weiteres Problem bei der Einführung von direkten Demokratieelementen in Parteien, also der Aufgabe von formalen Strukturen, ist, dass sich spontan Strukturen entwickeln. Geherrscht wird dann nicht über gewählte Vertreter, sondern über Gruppen. Die Gruppen, die sich am besten organisieren, herrschen. Wenn man böse denkt, könnte man dazu Seilschaften sagen. Meine Erfahrungen aus der Unipolitik und einem Jahre zurückliegenden Abstecher zu den Schöneberger Grünen sowie die Erfahrungen der Römischen Republik zeigten mir das eindrucksvoll: es regiert dann, wer am lautesten schreit und die meisten Anhänger hat. Gewisse strukturelle Instrumente garantieren also, dass die Mehrheit/die Stärkeren die Minderheit/die Schwächeren nicht unterdrücken.

Konzequenz: Zuschauen und Lernen
Als Fazit stelle ich also fest: nutzen wir die Chance und beobachten wir genau, was mit Social Media-Tools in Italien erreicht wird und übernehmen die guten Sachen, die schlechten verwerfen wir.

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Twitter schmeißt Clients ‘raus – welche Alternativen hat Tweetdeck?

Freitag, 25. März 2011 - 15:24 Uhr

TweetDeck Logo Twitter schmeißt Clients raus   welche Alternativen hat Tweetdeck?Twitter will die Kontrolle über seine Nutzer. Einige der Fremdanbieter von Twitter-Interfaces sollen keinen Zugriff mehr auf Twitter erhalten, z.B. auch Tweetdeck. Was hat das für Konsequenzen?

Es ist an sich verständlich, dass Twitter mehr Traffic direkt auf seiner Webseite haben will, nur: hätte man das sich nicht früher überlegen können? Ich will hier aber nicht über Twitters Optionen sprechen, sondern über die Möglichkeiten der im Regen stehenden Fremdanbieter.

Optionen von Tweetdeck & Co
Zuerst einmal können diese natürlich mit Twitter verhandeln. Hootsuite darf auch weiter bestehen, vielleicht können die anderen Anbieter ja auch einen Deal machen wie Hootsuite bzw. Funktionen zurücknehmen, die Twitter ärgern. Wie z.B. die längeren Tweets von TweetDeck.
Ich gehe hier aber davon aus, dass TweetDeck schon länger von den Plänen Twitters wusste, die Tweets über 140 Zeichen also eine Reaktion auf Twitters Politik ist – Verhandlungen also sinnlos.

Als Zweites könnten die Anbieter Twitter am Werbeerlös beteiligen, ähnlich wie Zynga an Facebook Geld abführt. Da die Twitterclients viele von Twitter unterschiedliche Geschäftsmodelle verfolgen, wäre dies eigentlich eine praktische Sache für Twitter: ohne Änderung des Geschäftsmodells würde mehr Geld fließen. Ich glaube aber nicht, dass Twitter darauf eingeht. Hier geht es mehr um Kontrolle als um Geld.

Als Drittes – und dies wäre eine Abwehrschlacht – könnten sich die alternativen Clients zusammenschließen und ihr eigenes Netzwerk aufmachen. Dies würde dann vielleicht 30% der Twitterer umfassen, etwa 30 Millionen Nutzer, keine schlechte Basis.
Hierbei gilt es allerdings, recht intelligent vorzugehen: wir arbeiten hier mit Netzwerkeffekten, d.h. das stärkere Netzwerk dominiert langfristig den gesamten Markt. Daher gilt es, klare Unterscheidungsmöglichkeiten und Lock-Ins zu installieren. Apple hat vorgemacht, wie man sowas in einem Netzwerkmarkt gegen große Gegner sinnvoll tut.

Vorteile eines Gegen-Twitter
Welche Faktoren könnten für TweetDeck & Co entscheidend sein:
1. Längere Tweets: wenn viele Leute so genervt sind von der Beschränkung auf 140 Zeichen, dann ist hier ein großes Potential. Man braucht ja nicht wirklich 1.000 Zeichen, aber 200 plus die URL und die Hashtags, das wäre doch was!

2. User Interface: ich gehe wirklich nur, wenn ich es nicht vermeiden kann, auf Twitter.com, da das User Interface einfach schlecht ist. Ich twittere mit TweetDeck und Hootsuite, wobei ich ersteres bevorzuge, da es ein eigenständiges Programm ist. Mit beiden Clients habe ich sehr viel mehr Möglichkeiten als mit Twitter (Scheduled Tweets, Statistiken, Listenmanagement etc.)

3. Geschäftsmodell: gerade professionelle Twitterer sind wohl bereit, für Werbefreiheit auch Geld zu zahlen. Wenn eine Premiummitgliedschaft bei einem Client zu Werbefreiheit führt – zusätzlich zu besseren Funktionen – wäre dies für die zahlungskräftigste Zielgruppe interessant. Dann haben wir Twitter für die Amateure und das andere Netzwerk für die Profis.

4. Marktmacht: Twitter scheint seine Macht zu Kopf zu steigen. Wenn Marktmacht zu unfreundlichem Geschäftsgebahren führt und die Kunden – die Twitterer – schlechter behandelt werden, dann suchen sie Alternativen.

5. Apps & Plugins: das andere Netzwerk muss sich aufgrund seiner Heterogenität auf Standards einigen. Standards ermöglichen auch eine praktische, offene API, so dass viele Drittanwendungsprogrammierer Sicherheit hätten, ihre Apps zur Verwendung im neuen Netzwerk zu programmieren. Diese Apps würden die Funktionalität und damit den Wert und die Unterscheidbarkeit des Netzwerks weiter erhöhen. Zusätzlich hätte man so auch die freie Software-Bewegung mit im Boot.

Wie sollten die Alternativen vorgehen
1. Breites Bündnis schließen

2. Partner von außerhalb mit ins Boot holen (Facebook, Google, OpenID, Mobilfunkprovider…)

3. Tweets von Twitterusern mit einfachen Hilfsmitteln im Netzwerk lesbar machen (Client, der die Tweets in beide Netzwerke sendet – sowas muss intelligent angefasst werden, sonst drohen Klagen von Twitter)

Nun, ich bin gespannt, was sich an der Twitterfront weiterhin tut, ehrlich gesagt, glaube ich nicht an meine Lösung: zu kompliziert, zu unkonventionell. Zusammenarbeit, bah!

Schönes Wochenende,
Dietmar

PS: Gerade gefunden: es gibt wirklich Überlegungen in die Richtung. UberMedia rüstet auf, um eine Alternative zu werden. Den Artikel gibt’s hier bei Mashable!

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Plan B – Ich werde selbstständig: perfekte Gründer-Fallstudien

Sonntag, 13. März 2011 - 23:59 Uhr

0,6992,7144637 render Y2 ,00 Plan B   Ich werde selbstständig: perfekte Gründer Fallstudien

Plan B - ZDFneo

Raus aus der Abhängigkeit, rein in die Selbstständigkeit!

Bin für meinen BWL. und Gründungsseminar an der FH Potsdam auf der Suche nach Fallstudien gewesen. Auf einer Party diskutierten wir über die klassischen BWL-Fallstudien – 20 Jahre alte, abgehobene und oft konstruierte Fälle. Ein Freund meinte, ich sollte doch mal schauen, was das Fernsehen so bietet…

Nun, bin dann auf “Plan B – Ich werde selbstständig” gestoßen, einer 6-teiligen Sendung von ZDFneo – und bin begeistert.

Die Gründungsideen
Klassische Gründungen (Brötchenverkauf) und weniger klassische (Tatoo-Studio) werden nachverfolgt, von der Idee bis zur Eröffnung. Beraten werden die angehenden Unternehmer von Jo B. Nolte, einer Hamburger Unternehmensberaterin, die sehr auf den Punkt gut strukturiert berät.

Jo B. Nolte
Von “Wie rede ich richtig mit Kunden” zu einer ordentlichen Preiskalkulation geht Jo B. Nolte alles spannend und auch sinnvoll durch – ich habe mir Notizen gemacht icon smile Plan B   Ich werde selbstständig: perfekte Gründer Fallstudien
Auch in meinem Seminar kamen die Fallstudien gut an, wir haben einige der Entscheidungen kontrovers diskutiert, der Mehrwert war da – und auch das Verlangen nachschauen zu gehen, ob die Gründer immer noch da sind und die Firma läuft!

2. Staffel
Aktuell laufen die Vorbereitungen für die 2. Staffel – die Hamburger .garage hat auch jemanden am Start – ich freue mich, dass die Serie weitergeht. 6 Folgen waren mir definitiv zu wenig!

Fazit
Super Idee, so eine Sendung. Gut gemacht, nicht nur handwerklich, sondern motivierend. Wenn ich nicht schon selbstständig wäre, würde ich glatt drüber nachdenken icon wink Plan B   Ich werde selbstständig: perfekte Gründer Fallstudien
Auch den Titel, Plan B, fand ich anfangs nicht wirklich toll, klingt nach zweiter Wahl. Doch bei mir war die Selbstständigkeit auch nur der Plan B, wie ich mir erst wieder klar machen musste!

Jo B. Nolte hat mich als Beraterin wirklich überzeugt. Ich, der ich selbst Existenzgründungsberater bin, habe Jo natürlich aus professionellem Ehrgeiz beurteilt – und finde nichts, was ich kritisiert hätte. Nun ja, ein paar Sachen hätte ich anders gemacht, aber nicht viel icon wink Plan B   Ich werde selbstständig: perfekte Gründer Fallstudien

Einziger Wermutstropfen: hätte mir mehr Nachbetreuung gewünscht. Einen Tag nach der Gründung endet die Folge, mindestens eine Woche wäre die Gründer zu beobachten, wäre doch wohl sinnvoll gewesen!

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Rezension: Tamar Weinberg – Social Media Marketing. Nicht kaufen!

Freitag, 11. Februar 2011 - 8:48 Uhr

Weinberg Social Media Rezension: Tamar Weinberg   Social Media Marketing. Nicht kaufen!Lehrbuch für meinen Kurs
Überall gehypt, von allen empfohlen, von mir in meinem neuen Social Media-Kurs eingesetzt. Bzw. hatte ich geplant, dieses Buch dort einzusetzen. Tamar Weinberg ist unzweifelhaft eine Größe in der Social Media-Welt, dieses Buch deshalb auch klar die erste Wahl für meinen Kurs.

Um das Fazit kurz und schlicht vorwegzunehmen: ich bin wirklich enttäuscht und kann das Buch überhaupt nicht empfehlen.

Der Inhalt von Weinbergs Social Media Marketing

In den ersten 95 Seiten beschreibt Tamar Weinberg die schöne neue Social Media-Welt, Hintergründe, Strategien und die Denkweise, die man braucht, um mit den neuen Regeln arbeiten zu können. Hier glänzt Weinberg mit tief greifenden Erfahrungen, Fallstudien und guten Anleitungen. Ich hätte mir zwar ausführlichere Fallstudien gewünscht – oder welche von deutschen Unternehmen – das ist aber zumindest noch Geschmackssache.

Auf den nächsten 240 Seiten folgt Aufzählung nach Aufzählung von endlosen Social Media-Plattformen, selten kommen ein paar Tipps zur Strategie. Die abschließenden 40 Seiten bringen noch einmal viele nützliche Ideen, z.B. einen Social Media-Knigge.

Fazit ist also: 140 Seiten sind brauchbar, 240 Seiten überflüssig. Wenn ich einzelne Seiten kaufen könnte, wäre ich sehr viel billiger weggekommen als 29,90 Euro. Auf den überflüssigen Seiten hält sich das Buch größtenteils mit der Beschreibung von diversen meist amerikanischen Social Media-Services auf. Einerseits ist das absolut unnötig, denn jeder dieser Dienste hat natürlich auch Tutorials und Einführungen. Noch schlimmer: für viele der obskuren Dienste hätte ein Satz gereicht (z.B. Care2.com, eine Seite für grüne Themen und Umweltschutz – also ob wir da in Deutschland nix besseres hätten…).
Andererseits ist – trotz deutscher Überarbeitung – der Fokus ganz wesentlich auf US-amerikanischen Diensten, die für den deutschen Markt keine Relevanz haben, ja für die es in Deutschland auf Grund der geringeren Reichweite von Social Media in Deutschland nicht einmal einen Markt gibt!

Commitment auf Social Media
Tamar Weinberg kommt aus dem klassischen Marketing, einige ihrer Argumente denken nur aus der Richtung der Firma, die ihre Marke gegen den Kunden durchsetzen will. Das ist nicht Social Media! Mir persönlich fehlt der 100%ige Social Media-Fokus. Natürlich kommt der Gedanke durch, leider nur nicht bis zu Ende gedacht.

Was sonst?
Nun, ganz simpel: schaut euch die drei wichtigsten Dienste an, Blogging, Facebook und Twitter, unter Umständen noch Mister Wong. Dann habt ihr 90% des deutschen Social Media-Markts abgedeckt. Die wichtigsten Titel auf dem deutschen Markt bringen leider ebenfalls nur grundlegende Einführungen oder sind sehr simpel gestrickt (16-Punkt-Schrift macht das Buch zwar dicker, aber nicht informativer!).

Wenn ihr die Prinzipien von Social Media erlesen wollt, dann bieten euch andere Bücher Orientierung und Halt – nur tragen die nicht Social Media im Titel:

  • New Rules of Marketing und PR/Die neuen Regeln des Marketing und PR von David Meerman Scott
  • What would Google do/Was würde Google tun von Jeff Jarvis
  • Wikinomics von Tapscott/Williams

Mit diesen 3 Büchern startet ihr optimal in die Social Media-Welt. Alle 3 Bücher gibt es in deutsch und englisch. Diese Bücher habe ich deshalb auch meinem Kurs als Startlektüre empfohlen.

Weiterhin sind tief schürfende Bücher zum Thema Social Media Marketing rar gesät, so rar, dass mir noch kein Buch untergekommen ist, welches mehr auf Strategien, groß angelegte Fallstudien oder den Return einer Social Media Kampagne eingeht. Dazu ist man auf das Web angewiesen – oder habe ich nur nichts gefunden? Für Buchempfehlungen bin ich dankbar!!!

PS: Folgt mir auf Twitter für News über Social Media & Online Marketing

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Das Spam-Problem

Samstag, 22. Januar 2011 - 9:57 Uhr

spam Das Spam ProblemDie Krux mit dem Spamfilter
Heute habe ich seit 3 Wochen mal wieder meinen Spamfilter bei gmx angeschaut und mehrere wichtige Emails dort gefunden – ich meine nicht sämtliche Twitternachrichten, die alle dort landen und auch nicht die Facebook-Benachrichtigungen, die neuerdings dort landen, sondern persönlich und beruflich wichtige Emails, die ganz normalen Text enthielten, keine Signalwörter (Sex, Viagra…), nicht an mehrere Empfänger gerichtet waren etc. Allen gemeinsam war die kostenlose Emailadresse (bei fast allen gmx icon biggrin Das Spam Problem ), der einzige Grund, warum diese Mails Spam sein könnten. Da die Emails nicht erwartet waren, kann ich auch den Spamfilter nicht trainieren.

Es sieht also so aus, als könnte ich zwischen Teufel und Beelzebub wählen: entweder bekomme ich Spam oder ich filtere meinen Spamfilter andauernd.

89,1% Spam
Ich mache gmx keinen Vorwurf, dass der Spamfilter in letzter Zeit stärker geworden ist. Wenn man sich die aktuellen Zahlen anschaut – z.B. bei pingdom – sind inzwischen fast 90% aller Emails Spam. Aber ärgerlich ist, dass ich jetzt wieder eine neue Bürokratie habe, die ich mehrmals pro Woche erledigen muss: Spamfilter checken – als ob ich nicht schon genug zu tun hätte icon sad Das Spam Problem

Wie sieht es bei euch aus, auch in letzter Zeit wichtige Post verpasst? Wie geht ihr mit Spam um?
Schönes Wochenende,
Dietmar

PS: Für alle, die sich fragen, warum gerade der Begriff Spam (ein billiges Dosenfleisch) für Junk-Emails verwendet wird, hier die Quelle: Monty Pythons Spam-Sketch

Nachtrag:
Habe jetzt einen Tipp bei Goldmann.de im Blog gefunden. Gmx ermittelt aus den Mails, die im Spamordner sind, ein Spamprofil. Wer also die Spammails zu lange im Spamordner lässt, stört den Spamalgorithmus. Gleich mal die Verweildauer reduzieren (aber was ist, wenn ich dann doch eine wichtige Mail verliere?!) und ausprobieren!

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